Wohnformen

Welche Wohnform ist die Richtige?

Die Vielfalt an Wohnangeboten ist groß. Damit Sie den Überblick nicht verlieren haben wir hier alle Wohnform Varianten aufgelistet und beschrieben.

Die Wahl der richtigen Wohnform ist somit kein Problem mehr.

(Quelle: www.neue-wohnformen.de)

24 Stunden Pflege

Bei der sogenannten 24h Pflege bleibt der Pflegebedürftige in seinen eigenen 4 Wänden wohnen. Er wird durch eine Pflegekraft, die mit im gleichen Haushalt lebt, betreut. Oftmals werden derzeit Pflegepersonen aus osteuropäischen Ländern rekrutiert. Der neue Begriff für diese „Rund um die Uhr-Betreuung“ lautet: Betreuung in häuslicher Gemeinschaft.
Eine andere Alternative ist der Umzug des Pflegebedürftigen in ein anderes Land, in dem kostengünstig für 24h Pflege gesorgt werden kann.

Baugemeinschaften

Bauwillige finden sich zusammen, um mehrere Wohneinheiten gemeinsam zu errichten. Auf einen Bauträger wird verzichtet um Einsparungen zu erzielen. Der Schwerpunkt liegt mehr auf der individuellen Wohnung und weniger auf gemeinschaftlichem Wohnen.

Bildung für Wohnen

Für eine definierte Anzahl von Studenten (Paten) wird kostenloser Wohnraum zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug betreuen sie, auf Basis einer vertraglichen Vereinbarung, sozial benachteiligte Kinder des Stadtteils bei Hausaufgaben, Sprach- und Lernförderprogrammen sowie bei kulturellen, sportlichen und sonstigen Freizeitaktivitäten.

Demenz-Wohngruppe

Die Wohngruppe soll eine Lösung für Menschen mit Demenz sein, um Pflegeheimen oder einer Pflege zu Hause auszuweichen. In der Regel leben sechs bis zehn Betroffene in einer WG, die von einem Pflegedienst betreut werden. Ziele der Wohngruppe sollen die Entstehung einer Gemeinschaft und Normalität für die Demenzkranken sein. Die Bewohner sollen sich dabei auch an Alltagsaufgaben beteiligen.

Gemeinschaftliches Wohnen

Üblicherweise hat im Wohnprojekt jede Partei ihre separate Wohnung, oft gibt es einem Gemeinschaftsraum. Gegenseitige Hilfe, eigenverantwortliche Organisation der Gemeinschaft, barrierefreies Bauen und ökologische Zielsetzungen sind häufig genannte Schwerpunkte.

Mehrgenerationenhaus

Der Begriff wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren,  Frauen, und Jugend (BMFSFJ) geprägt. Zitat: Ergänzend zu den inhaltlichen Schwerpunkten "Haushaltsnahe Dienstleistungen" und "Freiwilliges Engagement" sollen die neuen Themen "Alter und Pflege" sowie "Integration und Bildung" das Profil der Mehrgenerationenhäuser weiter schärfen. Der generationenübergreifende Ansatz prägt als Querschnittsaufgabe alle Angebote der künftigen Mehrgenerationenhäuser.
Die Mehrgenerationenhäuser werden u.a. von Trägern der Freien Wohlfahrtspflege geführt und bieten Angebote wie: Tagescafé, Mittagstisch an, Krabbelgruppen, Hausaufgabenbetreuung und Jugendtreffs, aber auch Babysitterkurse, Seniorentreffs, Internetschulungen, eine Hausbibliothek und Nordic-Walking-Kurse.
Von der selbstorgansierten Wohnprojektebewegung wurde die Verwendung dieses Begriffes bedauert, weil es zu Verwechslungen mit den Mehrgenerationenwohnprojekten führt.

Mehrgenerationenwohnen

Gemeinschaftliches Wohnen mehrerer Altersgruppen im Rahmen eines Wohnprojekts. Hauptziel des Mehrgenerationenwohnens ist es, Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenzubringen, unter anderem mit dem Ziel gegenseitiger Unterstützung (Stichworte: "Leih"-Oma, Unterstützung der älteren Bewohner durch die jüngeren etc.)

Pflegewohnen/Betreutes Wohnen

Ein ungeschützter bzw. nicht klar definierter Ausdruck. Gemeint ist wohl Wohnen mit bestimmten Pflegeangeboten. Das reicht von Apartments im Altenheim bis zur Wohnanlage, die mit einem Pflegedienst und Alltagsdienstleistungen kombiniert ist. Oft auch unter dem Begriff Betreutes Wohnen.

Pflege-Wohngemeinschaft

Die Pflege-Wohngemeinschaft, insbesondere für Wohnen im Alter, definiert sich als „gemeinsames Wohnen“, nicht als Heimkonzept. Die Strukturen sind einem Familienhaushalt nachempfunden. Es wird gemeinsam gekocht, Wäsche zusammen gelegt, Ausflüge unternommen, etc Angehörige sollen sich an der Alltagsgestaltung beteiligen. Es werden separate Mietverträge und Pflegeverträge abgeschlossen.

Siedlungsgemeinschaften

Eine solche umfasst mehrere Gebäude in bestehenden Quartieren oder als Neubau. Initiatoren können selbstorganisierte Gruppen sein, aber auch Wohnungsunternehmen. Nachbarschaftshilfen, Pflegeangebote aber auch Stadtentwicklungskonzepte sind oft die Themen.

Wohnen für Hilfe

Beim Wohnen für Hilfe wird ein Teil der Miete mit leichten Aushilfstätigkeiten abgegolten. Hierbei können ganz unterschiedliche Aufgaben anfallen - von der Einkaufshilfe oder der Begleitung zu Spaziergängen für Senioren bis zur Kinderbetreuung bei jungen Familien. Und weil diese Mithilfe zum Beispiel im Haushalt oder Garten auf wenige Stunden pro Woche beschränkt wird (je nach Stadt und Konzept), bleibt selbstverständlich genügend Zeit fürs Studium - und bei Bedarf auch für einen bezahlten Nebenjob.

Wohnen auf Zeit

Auf Projekt in einer anderen Stadt? Immer mehr Menschen haben mittlerweile aus beruflichen Gründen unterschiedliche Wohnsitze. Da oft der Arbeitgeber zahlt und meist wenig Zeit für Umzug oder administrative Tätigkeiten bleibt, werden möblierte Wohnungen mit Service angemietet.

Wohnen Plus

>Ein Sammelbegriff für die Idee das Wohnen mit mehr als der Wohnflächenversorgung zu verbinden. Also Wohnen im Alter, Wohnen und Behinderung, Wohnen und Arbeiten, Wohnen und Kunst etc.

 

Wohngemeinschaften

Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer. Darüber hinaus gibt es gemeinschaftlich genutzte Räume, wie Küche, Bad und Wohnraum.